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Garmin Oregon 450 Erfahrungsbericht


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Da ich selber viel in den Bergen unterwegs bin hat mich das Thema Navigation schon lange interessiert und habe einige Varianten speziell mit Smartphones probiert, aber richtig zufrieden war ich mit keiner der Lösungen, also musste ein entsprechendes Outdoor-Navigationsgerät her und die Wahl viel auf den Oregon 450.

Technische Daten: Am besten der Garmin Seite entnehmen

Gehäuse: Beim Gehäuse des Oregon 450 gibt es weder Ecken noch Kanten, dadurch liegt das Gerät sehr gut in der Hand. Das Display ist etwas hinein gesetzt und so auch bei Abstürzen etwas geschützt.
Wer sein Display vor Kratzern schützen möchte sollte auf keinen Fall "Antireflex-Folien" verwenden, dadurch wird die Ablesbarkeit schlechter.
Die Batterien sitzen hinter einem sehr robusten Deckel welcher mit einem Aluminiumverschluss gesichert ist, ein unabsichtliches Öffnen ist dadurch so gut wie unmöglich.
Der Einschub für die Speicherkarte ist ebenfalls hinter diesem Deckel angebracht, der USB 2.0 Anschluss befindet sich hinter einer massiven Gummiabdeckung.
Das Gerät ist nach der Norm IPX7 Standard wasserfest.

Display: Oft wird die Ablesbarkeit des Displays bemängelt, dem kann ich mich nicht ganz anschließen, einzig beim Biken könnte es durch die Montage am Lenker etwas ungut werden, trotzdem kann das Gerät beim Biken genauso eingesetzt werden, denn zwischendurch sollte der Blick sowieso vom Display genommen werden um sich zu vergewissern wo der Weg wirklich hinführt.

Eine neue Funktion im Oregon 450 kann auch den Eindruck eines schlecht ablesbaren Displays hervorrufen und zwar die Schummerung, dadurch wird eine "schönere Kartenansicht" erzeugt jedoch durch die vielen dunkleren Stellen entsteht der Eindruck dass die Helligkeit des Displays schlechter wäre, versierte Nutzer werden auf diese Funktion aber problemlos verzichten können.
Einen weiteren Nachteil hat die Schummerung noch, diese bremst das Gerät in seiner Geschwindigkeit.

Bedienung: Der Oregon 450 wird bis auf die Ein-/Ausschalttaste über das Touch-Screnn bedient und das funktioniert auch mit Handschuhen oder wenn das Gerät einmal nass ist.
Wenn man das Gerät einmal probiert hat möchte man kein Gerät mehr ohne Touch-Screen verwenden.
Mit der Menüführung wird man auch sehr rasche vertraut und kann einige Einstellungen den eigenen Bedürfnissen entsprechend anpassen.

Stromversorgung: Das Gerät wird mit zwei handelsüblichen AA Batterien oder entsprechenden NiMH-Akkus mit Strom versorgt. Garmin gibt dabei eine Laufzeit von bis zu 16 Stunden an. In der Praxis konnte ich dies jedoch nicht überprüfen da ich keine Touren mit einer solchen Zeit unternommen habe, aber je nach Nutzung würde ich sicherheitshalber einen Satz Reservebatterien o. Akkus mitnehmen. 9 1/2 Stunden hat es bei mir aber problemlos durchgehalten und es war laut Anzeige noch einiges an Strom im Akku. Sehr zu empfehlen sind die Eneloop Akkus welche auch bei längerer Lagerung noch einsatzfähig sind.

GPS-Empfang: Die Ergebnisse sind wirklich gut, das Gerät hat dank der "Hot Fix-Technologie" extrem schnell die richtige Position gefunden und kann dadurch sehr rasch eingesetzt werden.
Die Genauigkeit des GPS-Empfängers ist auch in dichten Wäldern sehr genau, es gibt in meinen aufgezeichneten Tracks sehr selten einen Ausreißer.
Da können die meisten Smartphones nicht mithalten, erstens benötigen diese Geräte wesentlich länger um eine exakte Position anzuzeigen und sind bei schlechten Empfangsverhältnissen auch um einiges ungenauer.

Karten: Von Garmin gibt es für fast alle Bereiche entsprechende Karten zu kaufen und da das Oregon 450 auch Rasterkarten verarbeiten kann, können auch Karten von Fremdanbietern verwendet werden.
So funktioniert z. B. das Kartenmaterial von "Reit- und Wanderkarte" problemlos mit dem Oregon 450. Auch von OpenSeaMap gibt es bereits Karten welche auf dem Garmin funktionieren.
Mit etwas suchen findet man auch Kartenmaterial außerhalb von Europa, so konnte ich problemlos eine Karte von OpenStreetMap für Peru finden und das hat einwandfrei funktioniert.
Achtung: Beim Garmin 450 wird auch Routenfähigkeit angeführt, jedoch gibt es keine Sprachausgabe, daher als Autonavigationsgerät nicht wirklich zu gebrauchen.

Den Oregon 450 gibt es auch als 450t, der Unterschied liegt nur in der vorinstallierten Freizeitbasiskarte Europa im Maßstab 1:100.000 und Höhenlinien im Abstand von 25 Metern.
Mit dieser Freizeitkarte kann man aber leider nicht sehr viel anfangen, daher meine Empfehlung den Oregon 450 kaufen und das ersparte Geld in eine entsprechende Karte investieren.

Fazit: Für mich ist das Oregon 450 mittlerweile ein toller Begleiter bei meinen Touren, früher habe ich viel mit Handylösungen herumprobiert, aber speziell was Akkulaufzeit, Robustheit und genauigkeit des GPS betrifft möchte ich auf meinen Oregon 450 nicht mehr verzichten.

Als Zubehör gehört neben dem entsprechenden Kartenmaterial noch eine Speicherkarte und eine Schutztasche sowie für Biker natürlich eine entsprechende Fahrradhalterung dazu.

Update: Seit März 2019 verwende ich den Garmin Oregon 700, dieses Gerät ist noch etwas leichter als der Oregon 450 und vor allem schneller beim Kartenaufbau. Das Display ist noch um eine Spur besser. Bezüglich Bedienung muss man sich am Anfang jedoch umgewöhnen da die Oberfläche in sehr vielen Punkten komplett anders ist. Sehr nützlich finde ich die Möglichkeit das Oregon 700 mittels Bluetooth eine Verbindung zum Handy herzustellen und mittels Garmin Connect die Daten zu synchronisieren.
Für alle die auch Tracks vom Android Smartphone auf das Garmin Oregon 700 übertragen möchten, finden mit "GPX/FIT Exporter"  und "gimporter" ein kleines nützliches Tool. Eine Beschreibung dafür gibt es hier.

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